Your Name
Herzlichen Glückwunsch! Nachträglich alles Gute von ganzem Herzen zu Deiner Geburt in diesem Leben und Deinem menschlichen Wesen! Es ist ein Geschenk, dass Du hier bist und Dir ausgesucht hast, zu diesem Zeitpunkt zu inkarnieren! Wie Du weißt, entscheidet unsere Seele den Moment und die Umstände der Wiedergeburt. Sie sucht sich ganz bewusst aus, was für ein Leben uns als menschliches Wesen erwartet. So gehen wir schon früh mit unseren kommenden Eltern in Kontakt und wir verbinden uns mit ihnen schon lange bevor eine Schwangerschaft „klar“ wird. Es ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise von der Quelle auf die Erde und wieder zurück, um den Kreislauf (Sa Ta Na Ma) dann wieder von vorne zu beginnen. Es ist ein unendliches Spiel ohne Anfang und Ende – da unsere Seele und wir als göttliches Bewusstsein unendlich sind! All die weltlichen Umstände spielen für uns keine Rolle – und doch haben sie Einfluss auf uns. Ein Einfluss ist der Name, den uns unsere weltlichen Eltern geben.
Schon bevor wir als Mensch das Licht der Welt erblicken, wird uns eines mitgegeben, was wir normalerweise das ganze Leben mit uns tragen – unser Name! Unsere Eltern entscheiden sich im Laufe der Schwangerschaft aus unterschiedlichsten Gründen für unseren Namen (oder unsere Namen), den sie uns geben werden. Mag es familiäre, historische, ästhetische, klangliche, kompromissorientierte, intuitive Gründe dafür haben, einer spielt immer mit – Gott! Auf welcher Basis auch entschieden wird, Gott wird immer seine Energie hineinlegen, so dass wir als Seele alleine durch unseren Namen in Chancen und Herausforderungen gebracht werden! Meistens akzeptieren wir den Namen, weil wir es von Anfang an so gewohnt sind. Und meistens reflektieren wir auch unseren Namen nicht, weil er so gewohnt ist. Er gehört einfach zu uns oder wird sogar als einzige Referenz für uns selbst angesehen. Doch ist er das?
Ja und Nein! Unser Name ist ein wichtiges „Label“, das uns gegeben wird, um uns zu identifizieren, „auszuweisen“ und ja, vor allem auch gezielt kommunizieren zu können. Doch er ist wandelbar und weltlich. Sind wir also der Name? Ein Name ist ein Name! Wenn wir wollten, hießen wir morgen anders. Im Weltlichen ist er „nur“ unsere Bezeichnung, doch darin trägt er mehr, als wir meistens denken. Oder erlauben wollen! Wenn wir aus uns als göttliches Wesen darauf schauen, beschreibt er unser menschliches Wesen in seinem Kern und gibt uns Aufgaben mit, die wir erfahren und lernen dürfen. Er ist ein Wegweiser zu unserem menschlichen Herzen, in unsere menschliche und weltliche Liebe für uns selbst und andere! Er ist eine Chance, Akzeptanz, Vergebung und Transformation zu erleben und zu erlernen! Ja, unser Name ist „nur“ ein Label, das wir nicht sind. Und dabei hält er Geschenke für uns bereit, die uns die Richtung zeigen können, worauf wir uns als Mensch in diesem Leben konzentrieren können.
Als ich noch jünger war, wurde ich meistens mit Tobi angesprochen. Es war irgendwie, auch dann in der Jugend, cooler als Tobias. Tobias (hebräisch Tovijah), kommt das nicht aus der Bibel? Dann noch dem ALTEN Testament? Oh Mann, wie verstaubt. Tobias spielte sich erst ab Beginn des Berufslebens ein, als mich mehr und mehr Menschen mit Tobias ansprachen. Anfangs war ein Anteil von mir gar nicht begeistert davon. Aber der Anteil ließ es dann einfach mal so stehen. Es gab ja noch andere Räume, in denen Tobi Standard war. Somit war es aushaltbar – heute ist es eine tiefe Verbundenheit zu Tobias. Zu Beginn meiner Ausbildung fragte ich dann meinen spirituellen Namen an. Und ich wurde mit, ja, einem weiteren Label (Nam Terath) beschenkt. Und zum ersten Mal begann ich mich tiefer mit einem Namen auseinanderzusetzen. Tobi, Tobias war schon immer mal ein Thema und ich kannte seine Bedeutung. Aber es ging nie so tief hinein, dass ich begann, in einen Friedensprozess zu gehen.
So begann ich die Bedeutung von Nam Terath zu reflektieren, zu studieren, zu fühlen und zu erfahren! Kurz: „Nam“ ist das Wort Gottes, die Wahrheit. „Terath“ ist ein Wallfahrtsort, an dem sich Menschen an sich selbst erinnern und sich lobpreisen können. Als ich dann das Yogazentrum eröffnen durfte, verankerte sich Nam Terath für mich in meinem Herzen. Ich durfte einen Raum eröffnen, in dem genau das möglich ist (und noch immer, nur nicht in eigenen weltlichen Räumen). In dem Moment wusste ich spätestens, dass ich in den „richtigen Zug“ eingestiegen bin. Gute Reise! Ich fühl(t)e Nam Terath tief in meinem Herzen. Und in diesem Fühlen spüre ich die Freiheit und Kraft dahinter. Der Name ist die Anleitung, damit ich weiß, wohin ich mein Licht aussenden darf! Im Innen wie auch im Außen! Der Name ist das Ticket für die Reise. Und so ist er so tief in seiner Bedeutung, aber auch so unbedeutend, weil er „nur“ das Ticket ist. Wir reisen so oder so – in welchem Zug? Sat Nam!
Im Verlauf dieser Reise begann der „Tobias-Anteil“ zu werkeln und meldete sich mit der Bitte einer tieferen Auseinandersetzung mit ihm. Ich nahm es dankbar an und ließ auf mich wirken, was kommen mag und wie es sich äußert. Jeder Haltepunkt und jede Fahrt auf dieser Reise war und ist magisch. Ich erfüllte den Namen mit Licht, so dass ich hinter „das Verstaubte“, das „Jugendliche“, …, schaute und die Schönheit und Weisheit darin fand. Tobias trägt die Barmherzigkeit, die Güte Gottes und die Geduld der Unendlichkeit. Boom! In dem Moment als ich in diese Tiefe hineinfallen konnte, wurde mein menschliches Wesen ein großes Stück weit durch Gott erhoben. Es folgte eine radikale Akzeptanz, eine tiefe Liebe und Verbundenheit! Was für ein großes Geschenk, dass mein menschliches Wesen, diese Qualitäten tragen und verkörpern darf! Dass ich in Co-Kreation mit ihm Fülle in diesen Namen geben darf. Und zugleich sind diese Qualitäten wie alles auch durch ihre Polaritäten geprägt. Bin ich als Mensch barmherzig oder hart zu mir und anderen? Bin ich als Mensch gütig oder grausam? Bin ich als Mensch geduldig oder ruhelos? Und bin ich als Mensch bereit, Transformation darin zu erlauben?
Unser Name ist nicht nur einfach ein Name! Wenn wir uns von jeglichen Anhaftungen daran lösen, können wir ihn spüren und erleben! Dann können wir erfahren, was uns durch ihn mitgegeben wurde. Was sind die Aspekte, an denen wir arbeiten dürfen? Was sind unsere Aufgaben in uns und in unserem Dienst für die Welt? Was sind unsere Qualitäten? Was die Herausforderungen und was die Chancen? Wie können wir all das aus UNS heraus mit Licht und der vollkommenen Liebe füllen? Und noch größer gesponnen – wie können wir als ganze „Namensgenerationen“ die Qualität der benötigen Energie auf diesen Planeten bringen? Alle Jahre/Jahrzehnte wechseln die favorisierten Namen für Neugeborene. Und somit treten in diesem Moment auch immer wieder „Scharen von Namensgenerationen“ (mit all ihren Qualitäten, Chancen und Herausforderungen) in die Welt! Von 1946-1949 waren Maria und Hans (von Johannes) jedes Jahr die meistgewählten Namen! Ist das nicht faszinierend? Nach all dem Leid, dem Krieg, der Vernichtung! Mutter Maria und Johannes der Täufer – mit all ihren Qualitäten, die den Neugeborenen damit mitgegeben wurden! Würden wir Platz 2, 3, …, weiter betrachten, würde sich das Bild mit Sicherheit noch erweitern! Und zudem auch, wenn wir die Jahrzehnte durchgehen und die jeweiligen Qualitäten herausschälen und in Verbindung mit den inneren und äußeren Welten bringen. Faszinierend!
Nun können wir dieses große Bild aufstellen oder/und im Kleinen bei uns anfangen. Oder auch im Familien-Umfeld, um so ein grobes Bild davon zu bekommen, wie Dynamiken in jeder Ecke unseres Lebens spielen! Wie spielt also Dein Name? Woher kommt er? Was sagt er aus? Wo findest Du seine Qualitäten? Wo fordert er Dich heraus? Wo unterstützt er Dich? Wie kannst Du mit ihm im VOLLEN (z. B. Tobias statt Tobi; Tobi ist alt und vergangen – z. B. Katharina statt Katha) Frieden schließen? Wie reiht er sich in Deine Ahnenreihe ein? Hast Du möglicherweise einen Zweit- oder Mehr-Namen? Ich lade Dich ein, auf diese Reise zu gehen! Das Ticket ist schon in Deiner Hand! Es liegt nun an Dir, einzusteigen oder weiter zu warten. Wie ist die Verbindung zum Namen Deines menschlichen Wesens? Viel Freude!
Saint of Sin - 108 Suns