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Die Verantwortung liegt bei uns

Mehr und mehr Themen kommen ans Licht! Mehr und mehr Diskussionen, Austäusche und Kontroversen werden geführt. Und immer mehr erkennen wir als Kollektiv die Themen, an denen wir arbeiten und die wir transformieren dürfen! Patriarchat, Gewalt, Umwelt, Soziales, Politik, Technologien, …, und alles was damit einhergeht! Unsere Glaubenssätze, unsere Gefühle und Emotionen, unser Umgang und unsere Vision hierfür werden komplett auf den Kopf gestellt! An allen Ecken und Enden bröckelt es, fällt zusammen oder wird zusammenfallen! Es wird passieren – die Frage ist nur wann! So ehrlich sollten wir zu uns selbst sein! Und so ehrlich sollten wir zueinander sein! Das was wir derzeit sehen können, die „Dunkelheit“, ist ein „ein kranker alter Mann“, der in den letzten Atemzügen mit dem Tod ringt und hierfür noch einmal alle Kräfte mobilisiert! Der „Tod“ wird kommen – so oder so – aber anders als wir denken! Wir schauen ihm gerade direkt in die Augen!

Diese Augen, der Spiegel, bereiten unserem menschlichen Wesen Angst. Wir wollen nicht hineinschauen! Wir wollen nicht sehen, dass wir den Planeten mehr und mehr zerstören! Wir wollen nicht sehen, dass alles, jede Handlung, jedes Ökosystem, jeder Organismus miteinander verwoben und voneinander abhängig ist! Wir wollen nicht sehen, dass wir das den Kindern antun! Wir wollen nicht hinschauen, solange es uns nicht betrifft! Durch die 30er Zone der anderen kann man ja 50 fahren – aber wehe, jemand macht das in der eigenen 30er Zone! Können wir ehrlich sein? Können wir so ehrlich sein, unsere Gefühle hierzu wahrnehmen, unsere eigenen Erfahrungen, unser tiefstes Inneres, welches wir vermeintlich für den Tod halten, nur weil es dort dunkel ist!? Wir kommen aus dem Licht, gehen in die Dunkelheit, erblicken das Licht, gehen in die Dunkelheit, die sich sofort wieder als Licht zeigt! Der Tod ist nicht dunkel – er ist hell! Und so auch die Augen des Todes!

Die Frage ist, was wir mit unseren Augen machen? Sind wir mutig genug, hinzuschauen, hineinzuschauen? Sind wir mutig genug zu erkennen, dass der Tod, der Zusammenfall (von z. B. alldem derzeit und in den kommenden Jahren!) nicht dunkel ist, sondern Licht in die Dunkelheit kommt? Es liegt immer im Auge des Betrachters! Und so lernen wir im Yoga immer und immer und immer und immer wieder: beobachte, spüre, fühle, nimm wahr, werte nicht, akzeptiere, und dann entscheide aus dem Herzen in Verbindung mit der Intuition, was damit passiert oder auch nicht. Können wir diese Fähigkeit wirklich ausbauen? Können wir nun WIRKLICH sehen und dafür einstehen, wer wir sind? Übernehmen wir Verantwortung?

Verantwortung beginnt in uns! Es ist die Verpflichtung zum Lernen, zum Heilen, zum Transformieren! Es ist mit Freude gefüllt – im Auge des Betrachters! Verantwortung ist eine Antwort! Es ist unser Antwort auf das Leben! Ja, wir nehmen es in die Hand! Für mich, für die anderen, für alle, für Gott, einfach so! Weil ich liebe, weil ich lebe – in diesem wundervollen Geschöpf, was ich hier auf diesem Planeten geschenkt bekommen habe! Was brauchen wir denn noch mehr? All die Kraft steckt in uns! All die Weisheit! Verschenken wir es an unsere Person, unsere Geschichten, unsere Unbeherrschtheit, unsere Lustlosigkeit? Oder verschenken wir es an unser Zurückerinnern und den daraus folgenden Konsequenzen? Das Sterben der Person ist schwer! Sterben ist leicht, für die Göttlichkeit! Erinnere Dich immer wieder: Sa Ta Na Ma – Geburt Leben Tod Wiedergeburt!

Wir kommen immer wieder! Wir werden immer wieder geboren! Und eine der wichtigsten Erkenntnisse daraus ist so provozierend wie heilsam zugleich! Was meine ich damit? Wir stehen vor großen, großen, sehr großen Herausforderungen! Die nächsten Jahre werden darüber entscheiden, wie die Zukunft (auf dem Planeten, in der Gesellschaft, Politik, Familie, Spiritualität, …) aussehen wird. Oder ehrlich gesagt, wie „hart“ sie wirklich aussehen wird und wie schnell wir durch die Transformation gehen können. Nun können wir den Kopf in den Sand stecken, uns zurückziehen, geht mich alles nichts an oder noch besser, was kann ich denn schon tun, oder noooooch besser, IIIICH kann ja nichts dafür! Oh doch! Wir tragen ALLE, ausnahmslos ALLE, die Verantwortung für das, was wir gerade erleben! Und damit meine ich nicht (nur), dass z. B. eh jeder von uns im „Westen“ über dem gesunden Verbrauch von CO2 liegt. Wir liegen ALLE weit darüber! Was ich damit noch tiefer meine, und hier beginnt die Heilung, beschreibe ich Dir gerne.

In der Yoga-Philosophie gehen wir davon aus, dass wir als Seele ca. 8,4 Millionen Male wiedergeboren werden! Das ist eine riesige Zahl! Schrauben wir es für das Beispiel auf die letzten paar Male herunter. Nehmen wir die letzten Leben. Im jetzigen bin ich Yogalehrer und friedfertig. Im letzten Leben war ich möglicherweise arm und führte ein schwieriges Leben im Norden Afrikas, musste vielleicht stehlen, berauben. Davor könnte ich in den USA Millionär gewesen sein und habe ausgebeutet. Davor vielleicht Mörder oder Vergewaltiger. Und davor Heiliger und Heiler. Und davor bin ich möglicherweise nur drei Monate alt geworden. Und davor wurde ich Opfer einer missbräuchlichen, gewalttätigen Beziehung. Und so weiter und so weiter. Unser Verstand, unsere Hoffnung, denkt oft, dass wir sicherlich nur ganz wundervolle Geburten und Leben hatten. Wirklich? Entspricht das den Polaritäten, Gottes Plan und dem Willen der Seele, zu lernen und sich im Menschsein zu erfahren? Nein! Die Ehrlichkeit sagt, dass wir alles waren, sind und werden. Alles ist eins! Das bedeutet, dass z. B. eine friedfertige Frau heute, in einem früheren Leben dazu beigetragen hat, dass die Atombombe gezündet wurde. Oder ein friedfertiger Mann im früheren Leben seine Frau misshandelt hat. Oder, oder, oder…

Verwirrt das Deine Gedanken? Oder löst es emotional etwas aus? Gut! Was? Spür es! Fühl es! Kannst Du es benennen? Abwehrhaltung, Angst, Schuld, Scham, Wut, Projektion dass das nur Geschwafel ist, abfälliges Gelächter, Zweifel, …, was ist da? Und was macht es mit Dir? Wenn Du dies alles da sein lässt und Dir zugleich aber eine neue Offenheit erlaubst – was passiert dann? Was, wenn das so wäre? Was, wenn wir wirklich alle über all unsere Leben dazu beigetragen haben, wo wir jetzt stehen? Auf alle Arten und Weisen! Wir waren alles, sind alles und werden alles sein! Was dann? Niemand ist „alleine schuld“. Nicht mal das Kollektiv ist schuld! Niemand ist schuld! Die Frage ist nur, ob wir nun die Verantwortung dafür übernehmen, was wir alle gemeinsam kreiert haben?

Hierfür müssen wir aus der Trennung herauskommen. Trennung von Religionen, Trennung von Völkern, Trennung von „Mann und Frau“ – niemand ist mehr oder weniger schuld, weil wir alle dazu beigetragen haben – vielleicht nur nicht in diesem Leben! Wenn wir dies verinnerlichen, kann Heilung geschehen! In dem Moment überwinden wir die Trennung, bauen Brücken und erkennen, dass wir es nur ALLE GEMEINSAM schaffen! All die Zusammenbrüche bewirken einen Reset-Knopf! Zurück auf Los! Neue Chance, neues Glück! Wir sind kurz davor und hier gilt es nicht, auf Durchzug zu schalten, sondern auf den Zug aufzusteigen und Freude daran zu haben, in was für einer magisch wandelbaren Zeit wir leben dürfen! Und vor allem, welche Chance wir haben, um co-zu-kreieren und ein neues WIR – Wir sind Gott und Gott ist Wir – zu leben! Es ist ein Geschenk des Himmels, wenn wir verinnerlichen, dass wir ALLE die Verantwortung tragen! So können wir Verständnis, Mitgefühl und Offenheit erschaffen, um hieraus FÜR ein neues „Paradigma“ einzustehen und die notwendigen Schritte zu gehen! Wir kennen sie! Sind wir ehrlich? Übernehmen wir die Verantwortung? Antworten wir auf Gottes Fragen?

Tobias Fritzsche

I help responsible people to feel and live their own self again by accompanying them and reminding them who they are.