Alles macht Sinn
Wieder ist ein Jahr vergangen und die letzten Tage dieses Jahres brechen an. Und irgendwie packt es doch jeden auf eine individuelle Art und Weise in diesen Tagen das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen, zu reflektieren und nachzuspüren, was so alles da war. Manch einer mag die Rauhnächte dafür zelebrieren, manch einer die Wintersonnenwende, oder den Jahresübergang, oder einfach nur eine Kerze und Stille. Wie auch immer fragt uns die Energie des Ganzen regelrecht danach, nach innen zu schauen und beim genauen Hinsehen zu lernen – in Freude und aus dem Bewusstsein heraus. Natürlich können wir es in schön und nicht schön, leicht und hart, anstrengend und entspannt, usw. einteilen und nur aus dieser Perspektive sehen. Yoga lädt uns aber immer wieder ein, dahinter zu schauen. Was gab es in all dem zu erkennen, was zu lernen, was zu transformieren, was zu heilen? Was waren die eindrücklichsten Erfahrungen und wie können wir sie integrieren und vor allem lebendig werden lassen?
Unser Bewusst-Sein ist weit, unendlich und in seiner Struktur neutral und völlig im Vertrauen, dass jede Sekunde, jedes Ereignis, jedes Wort, jede Begegnung, …, einen Sinn hat! Nichts passiert unsinnig oder gar sinnlos! Wir stolzieren oft durchs Leben, ja rennen und übersehen all das, was sich vor unseren Augen zusammenfügt. Alles was in unserem Leben passiert, ist ein Geschenk an uns selbst und eine Gabe Gottes, die wir empfangen und annehmen dürfen! Wieso dagegen verwehren, wenn wir wissen, dass es für unseren „nächsten Schritt“ unerlässlich ist? Wieso selektieren und nur das herauspicken, was unserem Ego gefällt? Ja, das ist einfach, aber sinnvoll? Können wir nicht allem einen Sinn geben?
Wenn wir nur in dieses Jahr zurückschauen, geschweige denn auf unser ganzes Leben! Haben sich dann nicht viele einzelne kleine Puzzlestücke zusammengefügt? Wenn wir uns heraus zoomen, wird dann nicht sichtbar, wie das große Bild sich zusammensetzt? Wie dann alles klar wird, wieso z. B. dieser Weg, dann diese Gabelung, dann diese Abzweigung und dann der nächste Weg? Wieso Dinge in unserem Leben passiert, Menschen gekommen und gegangen, Unglücke oder Glücksfälle gegeben worden sind?! Alles ist ein Zu-Fall und dabei hat alles einen Sinn! Gerade im „Unglück“ ist es herausfordernd, den Sinn zu erkennen! Was macht es für einen Sinn, den Job zu verlieren, krank zu sein, einen Menschen zu verabschieden? Wem soll das dienen, wem helfen?
UNS! All die Geschehnisse sind Erscheinungen in unserer dreidimensionalen Welt! Und sie sind wichtig, dass wir sie als seelisches Wesen im menschlichen Gefährt erleben. Sie sind so wertvoll, dass uns sogar die Engel darum beneiden! Sie selbst sehen die Erfahrung, das Lernen, die Freude am reinen Sein (ohne Bewertung) und Entdecken dessen was ist, ohne es aber selbst spüre zu können, so wie wir es auf dieser Erde können! Uns wird alles zugeworfen, was wir in unseren Leben brauchen. Mag es so oder so sein – es macht einen Sinn! Um den Sinn zu erkennen, dürfen wir uns aber öffnen! Wie immer entscheidet auch hier unsere innere Öffnung darüber, wie wir mit uns selbst und dem Leben umgehen. Wir können alles als einzelne Begebenheiten, Gedanken, Gefühle, … betrachten. Oder wir erweitern unseren Blick und erkennen, dass alles, einfach alles zusammenhängt. Alles ist ein Netz! In uns, um uns, im großen Bild! Alles ist eins!
Jesus Christus‘ Geburt wird bald gefeiert! Sein Kommen und Gehen machten Sinn! Macht es Sinn, wie er (vermeintlich) gehen musste? Macht es Sinn, dass er ans Kreuz WOLLTE? Macht es Sinn, dass damals drei Könige aus fremden Ländern zu UNSEREM „weißen“ Kinde kamen und heute gegen fremde Menschen in genau diesen Ländern gekämpft wird? Jesus Christus wollte all seinem Wirken womöglich einen größeren Sinn, eine tiefere Botschaft, eine weitreichendere Nachricht verleihen! Er wusste, dass sich die Menschen die Sinnfrage stellen würden! Es würde sie beschäftigen und immer wieder in seinem Feld, in seiner puren Energie schwimmen lassen. Ja, es machte Sinn – es geschah als Nachricht, als Anstupser zum Lernen und Lieben!
Wenn wir uns klar darüber sind, dass die Liebe in allem steckt, was sollte also keinen Sinn mehr machen? Wieso sollte die Liebe uns „Böses“ wollen? Sie mag vielleicht die Maske tragen, aber dahinter steckt die Liebe, die uns etwas mitzuteilen hat! Sie ist die Engelin, die uns hilft uns daran zu erinnern, dass alles was passiert, zu einem späteren Zeitpunkt (wie spät, darüber entscheidet das eigene Bewusstsein, von sofort bis zu mehreren Leben) klar wird! Es ist pure Klarheit! Was geschieht denn, wenn wir aus dieser Klarheit und mit Freude heraus auf unser Leben schauen? Was passiert, wenn wir mal nichts bewerten, sondern so sein lassen, wie es war? Erkennen wir dann darin ein Muster, oder mehrere? Oder einen roten Faden? Oder aufeinander aufbauende Dinge, die sich bald zu etwas Großem fügten? Sehen wir, dass das Leben es „eigentlich total gut“ mit uns meint(e)? Dass uns alles dorthin geführt hat, wo wir jetzt sind? Und dass wir vertrauen dürfen, dass Gott uns auch weiterhin so führen wird!?
In diesem Moment der Erkenntnis erhebt sich Dankbarkeit! Es ist ein Teil des Geschenks der Geburt Jesus Christus. Er war gekommen, um Sinn zu stiften! Er zeigte uns durch sein Leben von Geburt an, dass egal was, wie, wo, warum, alles einen Sinn hat und zu etwas Größerem führt! Erhoben über all den „Umständen“ im Innen und Außen! Es ist pure Magie, wenn das Leben sich so entfalten darf! Aus der Weisheit heraus, dass „jede Sekunde“ mit all ihren Inhalten, zu dem eigenen Puzzle des Lebens beiträgt, es so sein muss und alles schon in der vollkommenen Ordnung IST! Dann gibt es nur noch das Leben, mit all dem was es bereithält! Um es zu empfangen, um es zu lieben, um den göttlichen Sinn des Lebens zu empfangen.
Ich wünsche Dir ein sinnreiches Weihnachtsfest und einen freudvollen Übergang in das neue Jahr! Möge die Liebe Dich in jeder Sekunde begleiten und Dein Herz erfüllen!