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Das Feuer Deines Nabels

Wir bewegen uns in den dritten Monat des Jahres. März, der rote Planet, die Drei! Was für eine wundervolle Zahl! Die Dreifaltigkeit, Brahma/Indra/Shiva, 1+1=3 (viel Freude beim Rätseln), der positive Verstand, der Künstler, das Feuer Deines Nabels (das dritte Chakra)! Jede:r von Euch erinnert sich mit Sicherheit gerne an diverse Nabelübungen aus dem Kundalini Yoga! So können wir Kundalini Yoga auch als das „Yoga des Nabels“ bezeichnen. Hier beginnt und hier endet alles! Am Nabel erleben wir die erste Zeit im menschlichen Körper und der weltlichen Energie – und hier wird die menschliche Energie versiegen, wenn wir wieder auf die Reise gehen! Welches Leben möchten wir also in der Zwischenzeit mit welcher Kraft leben?

Am Nabel mischen sich Prana und Apana, um die Kundalini zu „befeuern“ und unser bewusstes Sein zu erweitern. Wir nehmen Energie auf und wir geben Energie ab. Und diese Mischung ergibt einen Cocktail, der über unsere Lebensenergie entscheidet! Wenn dieser Cocktail wohl gemischt ist, verspüren wir die Freude und die Liebe im Leben – die Kundalini kann in uns wirken! Dann kann unser Feuer brennen und die „Suppe des Herzens“ zubereiten! So ist dieses Bild immer ein passendes Sinnbild für die Wichtigkeit unseres Nabels. Der Nabel symbolisiert das Feuer unter dem Kochtopf. Der Kochtopf ist unser Herz, in dem unser Leben kocht! Nun können wir ohne Feuer eine kalte Suppe genießen oder wir erwärmen sie und bringen alles aus ihr hervor, um uns das Leben in seiner vollen Energie schmecken zu lassen! Ohne einen starken Nabel wird das Feuer nicht brennen. Wie kocht unser Herz also? Und für was brennt unser Feuer?

Ohne Lebensenergie werden wir müde, dumpf und kraftlos sein. Wir werden nicht mehr die Fähigkeit besitzen, mit dem Leben Schritt zu halten, es zu bewältigen, es zu meistern! Unser Nabel ist nicht zentriert, der Puls (der Funke) erreicht ihn nicht. Das Feuer kann nicht entzündet werden und unser Herz verkümmert, ohne jemals für etwas zu brennen. Mit einer starken Nabelenergie können wir enthusiastisch sein! Wir wissen, was wir wollen (eine warme Suppe) und wir haben die Kraft dafür, es in die Welt zu bringen! Unsere menschliche Identität, durch die wir uns als göttliches Wesen ausdrücken, ist klar, rein und voller Begeisterung für die Geschenke des Lebens! Wir sind uns darüber bewusst, was wir fühlen, spüren und wie wir energetisch in unserem Wesen beben. Und vor allem sind wir hier selbstverantwortlich, willensstark und mutig!

Die Geschenke des Nabels können uns in eine vollkommene Inspiration für uns selbst und andere verwandeln! Wir wandeln nicht mehr wie Geister durch die Welt, sondern strahlen mutig in unserem vollkommenen Sein! Wir nehmen das Heft in die Hand und erkennen unsere Größe und Strahlkraft. Haben wir davor Angst? Ja, mitunter! Du kennst sicherlich den Spruch, dass wir weniger Angst vor unserer Dunkelheit sondern mehr vor unserem (wahrhaftigen) Licht haben! Darüber hinaus erlauben wir es uns oft nicht, in die Extreme zu fühlen, zu spüren, dort auch mal zu verweilen, um die Energien dann zu mischen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können! Es entsteht ein Tanz, eine neue Kreation! Wut z. B. kennt jeder von uns. Sie ist eine der Triebkräfte der Nabelenergie! Doch wer kennt seine wahre Wut? Wer erlaubt es sich, in sie einzutauchen, vollends zu spüren und in einem gesunden (!) Maße auszudrücken? Niemand von uns hat dies erlernt, geschweige denn ausgedrückt, wenn es nötig gewesen wäre, um sie dann auch vollends zu transformieren!?

Wut ist heilig! Sie ist einer der Brennstoffe des Feuers für unser Herz! Ja, sie ist Teil des Egos. Dabei ist aber nur entscheidend, ob wir sie für unser Herz nutzen oder uns von ihr verbrennen lassen. Spürst Du derzeit Wut? Über „Epstein“, Kriege, Klima, Umwelt, …? Ich, ja! Absolut! Mein Menschsein empfindet diese Wut aber hierzu, wie wir das alles zulassen können, wie viele einfach wegschauen (kennen wir das nicht schon zu Genüge?), wie wir z. B. sagen können, dass wir alles für unsere Kinder tun, aber dann über unser und das Maß der Erde leben, vieles einfach so hinnehmen ohne zu hinterfragen, zu protestieren, zu verwandeln und dumpf werden vor lauter „menschlichen Grausamkeiten“ auf diesem Planeten. Wir haben diesen Planeten nicht nur geerbt, sondern wir vererben ihn weiter! Was ist wichtiger? Ein dickes Bankkonto, welches vererbt wird oder ein lebenswerter Planet? Ja, das ist provokativ, aber in vielen Hinsichten sind wir heuchlerisch, weil wir eben NICHT alles für unsere Kinder tun! Und erweckt das nicht eine Traurigkeit?

Der Nabel ist auch das Zentrum unserer „Bauchgefühle“. Und wenn wir uns fragen, was hinter der Wut steckt, entdecken wir oftmals Traurigkeit! Ja, eine Traurigkeit! Möglicherweise die Traurigkeit darüber, dass man selbst nicht genug Kraft hat/aufwendet, um „alles“ zu tun! Die Traurigkeit darüber, auf was für einem Planeten die nächsten Generationen (mit hoher Wahrscheinlichkeit) „leben“ dürfen. Wenn wir die Energien der Wut, der Traurigkeit, der Schuld nutzen, um aktiv aus unserem Herzen (in uns und im Außen) zu agieren, geschieht Transformation! Hier bringen wir die Wärme zum Topf und die Liebe im Herzen erwacht! Hier werden wir zur Künstlerin/zum Künstler (3, Numerologie Archetyp Künstler:in), zur Alchemistin/zum Alchemisten, zu einem Teil der Dreifaltigkeit! Durch unsere absolute Offenheit für unser Menschsein, erzeugen wir einen energetischen „Output“, der dem Wohlwollen schmeckt! Wir beginnen bewusst zu empfangen, zu spüren und auszudrücken. All unsere Energien wirken durch uns und durch die „Suppe der Liebe“ nach Außen!

In diesem Moment entsteht die Trinität von Brahma (Erschaffung/Empfangen), Indra (Spüren/Halten) und Shiva (Zerstören/Transformieren). So spielen wir im Einklang und im Rhythmus des Göttlichen! Wir erkennen das Einssein in allem. Wir erkennen uns im Anderen. Wir nehmen bewusst wahr, dass all die Dinge (positiv wie negativ aus der Bewertung des Verstands) die geschehen, Geschenke Gottes sind. Nicht immer im Sinne eines lieben, tollen Weihnachtsgeschenk! Sondern oftmals im Sinne einer „Prüfung“, einer Einladung zu mehr Liebe und Frieden und der Herausforderung, zu lernen und diesen Weg konsequent zu beschreiten – als göttliches Wesen, als Mensch, als Bürger:in, als Nachbar:in, als Fremde:r! Wir sind alle eins! Alles geschieht für uns, nicht gegen uns! Das ist die Kraft des positiven Verstands – „Herausforderung? Top, die gehe ich mutig an“! Können wir das Feuer in uns also brennen lassen, um es für uns und andere zu nutzen? Können wir unser Feuer bewusst einsetzen und unseren Nabel leben lassen? Können wir das Leben l(i)eben lassen?

Tobias Fritzsche

Ich helfe selbstverantwortlichen Menschen, das eigene Selbst wieder zu spüren und zu leben, indem ich sie darin begleite und sie daran erinnere, wer sie sind.