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Du musst Dich NICHT selbst lieben

LIEBE DICH SELBST! Das wohl am meisten propagierte Mantra in der „Selbstfindungs-Szene“. Coachings, Retreats, Ausbildungen, Instagram-Reels, Affirmationen, …, und so viel mehr fordern uns immer wieder auf, uns selbst zu lieben! Aber warum? Ist das wirklich nötig? Ist das etwas, was man tun oder erreichen kann? Es geht so weit, dass manche behaupten, dass man selbst auch nur so geliebt werden kann, wie man sich selbst lieben kann! Sorry, aber das ist Bullshit! Sind wir wirklich so getrennt von der Liebe, dass wir sie wieder künstlich erzeugen müssen? Wollen wir uns wirklich dieser Anstrengung hingeben, um daran zu arbeiten, Liebe zu produzieren anstatt zu erkennen, dass wir Liebe sind? In diesem Text soll es darum gehen, DIR eine neue Perspektive zu eröffnen und so lade ich Dich ein, ganz besonders diesen Text aus Deiner Göttlichkeit heraus zu lesen und in Dir zu spüren, was es mit Deinem Wesen macht!

Von klein auf wachsen wir in einer bewertenden Welt auf! Wir sind zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu schwach, zu stark, zu verrückt, zu ruhig, zu intelligent, zu dumm, zu beweglich, zu unbeweglich. Und so lässt sich diese Liste ewig fortführen. Wir sind noch nicht einmal auf der Welt und schon beginnt die Bewertung im Bauch unserer Mutter von außen durch Tests, medizinisches Personal, Verwandte, etc.. Wird das Neugeborene gesund oder ungesund sein, mit Behinderung oder ohne, Mädchen oder Junge. Und wenn wir dann erst einmal das Licht der Welt erblickt haben, geht es gleich mit dem Gewicht, der Größe, …, immer weiter. Im Kindergarten sind es dann z. B. die Sprachfähigkeiten oder das physische Wachstum. In der Schule wird es härter und es treffen uns äußere Bewertungen, Noten, Beschreibungen über uns und der Einfluss einer ganzen Gesellschaft auf das „Selbstbild“ unseres eigenen Wesens. Und das meistens ohne die Unterstützung von außen, dass wir unser Selbstbild selbst kreieren können.

So wandeln wir durch diese Welt und fragen uns irgendwann einmal, wer wir eigentlich sind. Ist das, was ich nach innen und außen darstelle, wirklich ich? Sind das alles meine Glaubenssätze, meine Verhaltensweisen, meine Gefühle, meine Gedanken, meine Werte? Beim äußeren Anblick ist es uns klar – wir sind ein „Produkt“ unserer Ahnen! Und ja, so auch im Innen! So begeben wir uns auf die Suche nach dem, was wir wirklich sind und fangen an die Schalen um uns herum freizulegen, um zum Kern vorzudringen! Wir begeben uns auf die Reise, „uns“ wirklich selbst zu lieben, da der Rest nicht von uns ist! Doch werden wir erfolgreich sein? Möglicherweise ja, möglicherweise nein. Und hier lauert schon die erste Falle – denn es spielt keine Rolle, da wir in dem Moment auf einem konzeptuellen Spielfeld spielen! Das perfekte Selbstbild und die vollkommene Liebe zu uns selbst, sind ein Ziel der Persönlichkeit, um sich endgültig zu manifestieren und festzuschreiben! Wir ketten uns hierdurch selbst an! Denn erlaubt die Persönlichkeit wirklich wahre Freiheit? No way! Doch wie können wir frei sein?

Stell Dich für einen Moment in die Mitte Deines Seins, Deine Göttlichkeit – DICH! Spüre den Frieden, das Sein, die Freude und vor allem die LIEBE! Spüre Deinen Atem! Löse Dich von allen Identifikationen, Beschreibungen, Bewertungen, Gedanken und Gefühlen! Was passiert hier mit einer Einsicht, dass Du Dich NICHT selbst lieben musst! Dich aber auch NICHT nicht selbst lieben musst! Erlaube Dir für einen Moment eine tiefe Leichtigkeit! „Du“ musst Dich nicht selbst lieben! Und „Du“ musst Dich auch nicht nicht selbst lieben! Es spielt keine Rolle! Es gibt nichts hierfür zu tun oder sich anzustrengen! Es ist viel einfacher, es ist viel leichter, es ist einfach immer da! Alles was Du wirklich bist, Deine Göttlichkeit, IST Liebe! Und somit ist auch jegliche Projektion in Deiner Persönlichkeit, Deinem restlichen Wesen mit all seinen Körpern, AUCH Liebe! Es muss nicht geliebt oder nicht geliebt werden! Es IST einfach!

Möglicherweise ist Dein Verstand nun verwirrt oder fragt sich, ob es sich dann überhaupt noch nach Leben anfühlt, da „wir“ oftmals Emotionen als Lebensgefühl betrachten/verwechseln. Klarheit ist also nicht unbedingt sein Metier. Lass ihn für einen Moment weiter in der Verwirrung, nimm Abstand! In der Annahme, dass DU göttlich bist und NICHTS von alldem, was wir normalerweise unter dem „Ich“ verstehen, ist es nicht nötig, selbst die Liebe in Dasein oder Nicht-Dasein zu unterteilen! Denn sie ist einfach da! So wie alle geliebt sind und wir ohne irgendein Zutun schon eins mit der Liebe sind! Sollte es also eine Aufgabe geben, so ist es die, dass DU dich daran erinnerst und Deine Aufmerksamkeit einzig und alleine darauf ausgerichtet ist, dass diese Liebe strahlen darf! Fühlt sich das nicht einfach leicht, an? Du musst nichts tun, alles ist schon erfüllt! Du musst nicht mal irgendetwas loslassen, weil DU nie festgehalten hast!

So erfüllen sich mit dieser Erkenntnis und dem „Sinneswandel“ all die Anteile und ihre Geschichten mit dieser Energie. Sie und DU können frei sein! Es wird nicht mehr nötig sein, dass sich ein Anteil schuldig oder nicht schuldig, schön oder nicht schön, stark oder schwach, richtig oder falsch, fühlt! Es fällt einfach ab, weil all dies nur Konzepte sind – in beide Polaritäten! Unser Verstand kann uns erzählen, dass wir z. B. nicht gut genug sind. Und eine Möglichkeit besteht darin, dass „wir“ (unsere Person!) daran arbeitet, sich gut genug zu finden. But whyyyy? Es ist nicht nötig! Wir müssen keine Gegenpolarität aufbauen und „uns“ toll finden! Nein! Es ist viel einfacher! WIR lösen unsere Aufmerksamkeit ganz einfach vom nicht gut genug oder vom toll sein. WIR müssen nichts von beidem sein! Wir brauchen keine Definition! Wir brauchen keinerlei Bewertung über uns! Eine Beschreibung ist zu wenig für das, was wir wirklich sind! Es ist nicht nötig!

Es mag anfangs sehr laut werden in unserem menschlichen Wesen. Beschwerden darüber, dass das so nicht funktioniert. Ein „aber…“ nach dem anderen. Man kann es als „spiritual bypassing“ interpretieren, dabei ist es nur ein Drehen der Perspektive, dass wir nicht mehr von außen nach innen (zu „uns“) gehen, sondern AUS uns heraus SEIN wollen! Und genau deswegen ist es eine tägliche, immer wiederkehrende Erinnerung an sich selbst – in Freude und Dankbarkeit, was genügt! In Gesprächen, in verworrenen Momenten, in herausfordernden Situationen, im Job, in der Beziehung, in allem! ICH bin das Göttliche und alles was nötig ist, ist es zu SEIN! In dem Moment haben wir die Chance, aus den Geschichten auszusteigen und als WIR, als Liebe, zu agieren. All die Reaktionen mögen sich noch zeigen, sie sind aber nicht mehr relevant! Sie sind wie sie sind und auch sie sind in der Liebe! Hierdurch können sie heilen, weil wir erkennen und zulassen, dass Transformation und Heilung stattfinden. Noch einmal: sei für einen Moment einfach nur. Nichts von dem was in irgendeinem Anteil von Dir passiert, spielt im Moment eine Rolle! Was, wenn Du jetzt in die Empfindung gehst, dass es nichts zu lieben und auch nichts nicht zu lieben gibt?

Rob Grant - Song of the eternal sea

Tobias Fritzsche

Ich helfe selbstverantwortlichen Menschen, das eigene Selbst wieder zu spüren und zu leben, indem ich sie darin begleite und sie daran erinnere, wer sie sind.