Wenn wir uns die letzten Tage im Weltgeschehen umschauen, ist zu spüren, wie immer wieder Trennung stattfindet. Trennung in schwarz/weiß, […]
Wenn wir uns die letzten Tage im Weltgeschehen umschauen, ist zu spüren, wie immer wieder Trennung stattfindet. Trennung in schwarz/weiß, arm/reich, gesund/ungesund, spirituell/nichtspirituell, Recht haben/Unrecht haben … . Meinungen trennen sich, Emotionen trennen sich, Gespräche trennen sich, Partnerschaften trennen sich, … . Es ist eine stetige Polarisierung und Abkapselung von dem, was wirklich passiert und was eine Menschheitsfamilie bedeutet. Diese Polarisierung und Abkapselung sind jedoch nichts Neues und es kann gut möglich sein, dass sie sich noch extremer darstellen werden. Dabei ist eines ganz wichtig – sie beginnt in uns und wir haben in jedem einzelnen Augenblick die Möglichkeit, sie aufzulösen!

Im letzten Newsletter hatte ich Dir einfach nur Fragen zum Menschsein gestellt. Was es für Dich bedeutet? Was es für Dich beinhaltet? Und es ist nicht mein „Job“, Dir diese Fragen heute zu beantworten, nein, das darfst Du gerne selbst tun! 😉 Was mich aber hierzu bewegt, ist die Einheit, die von jedem uns ausgeht und sich auch nur so im Außen manifestieren kann. Vor der Göttlichkeit ist alles gleich! Doch durch unseren eigenen Umgang mit uns und anderen erzeugen wir Trennung, Spaltung und Unverständnis.

Ja, wir leben in einer herausfordernden Zeit. Nichts ist mehr „sicher“, nichts lässt sich „kontrollieren“, vieles fällt einfach so auseinander, alte Konzepte in und um uns herum brechen einfach zusammen, es ist für alle neu. Was würde sich also mehr „anbieten“, als den Blick gerade jetzt auch nach innen zu richten und zu spüren, was dort alles abgekapselt ist? Im Laufe unseres Lebens tun wir dies nicht nur einmal. Es beginnt seit unserer Geburt, unserer ersten Abkapselung, die mitunter sogar Traumas auslösen kann. Als Kind weinen wir und uns wird gesagt, dass wir aufhören soll. Als Kind toben wir und uns wird gesagt, dass wir aufhören sollen. Als Kind schreien wir und uns wird gesagt, dass wir aufhören sollen. Jede einzelne Situation schneidet uns von unseren Gefühlen und Emotionen ab und bringt uns bei, sie einfach „wegzupacken“, ohne zu lernen, damit umzugehen. Und so nutzen wir diese angelernte Strategie oftmals unser ganzes Leben, ohne zu erkennen, dass diese abgekapselten Anteile in uns nur nach Liebe rufen, weil sie nie wieder Beachtung gefunden und sich somit in uns „festgefressen“ haben! Denn wir haben gelernt und uns wurde gesagt, dass diese nicht „sein dürfen“. Und genau so ist oftmals auch unser heutiger Umgang damit.

Was hält uns also als erwachsener Mensch davon ab, dort hinzuschauen und es noch einmal „zu Ende zu spüren“, was uns damals verwehrt wurde, weil wir noch nicht die Standfestigkeit hatten, „nein“ zu sagen und zu tun, was wir für uns als sinnvoll erachten? Was hält uns davon ab, diese Trennung von Emotionen, Erlebnissen, Erfahrungen, … aufzulösen und somit „Licht in die Dunkelheit“ zu bringen? Es gibt viele Gründe, wieso wir uns dem verwehren. Angst vor Überwältigung, „Schönreden“, Unlust des Egos, … . Und bei alldem sehe ich immer wieder die Bilder unserer kleinen Kinder vor mir, die einfach nur mit großen Augen schauen und darum bitten, sie doch mal wieder zu beachten! Ich habe hierzu etwas Wundervolles im Internet gefunden…
Wollen wir uns nicht bedingungslos und radikal diesem wertvollen, einsamen Geschöpf zuwenden, uns vereinen und sagen, „hey, Du bist nicht allein“, um somit einen Raum dafür zu öffnen, welche Schmerzen und emotionale Belastungen sich in uns angehäuft haben?! Es ist eine „Neugeburt“ in uns! Wir kehren zurück in unser tiefstes inneres Wesen und schreiten zugleich voran in eine neue innere Freiheit, die diese Polaritäten Vergangenheit und Zukunft im Jetzt vereint! Es ist der Startschuss für eine neue Welt, ein neues Paradigma der Offenheit, Toleranz, Mitgefühl, Respekt und Liebe! Die Zeit ist bereit dafür! Du auch?

Ich möchte Dich hinsichtlich der Fragen einladen, Dir zu erlauben, wirklich tiefer zu spüren und dafür keine Ausreden gelten zu lassen, die aus Deinem Verstand produziert werden! Erinnere Dich in dem Moment, wer Du bist und wer in Dir entscheidet! Ich bin überzeugt davon, dass wir ein anderes Miteinander erleben werden, wenn wir uns erlauben, unsere Anteile neu kennenzulernen, beginnen sie zu heilen und dadurch wirklich Mitgefühl (kein Mitleid!) für andere entwickeln. Und da wir alle ähnliche Erlebnisse in uns tragen, werden wir den anderen wirklich fühlen können und aus diesem Mitgefühl heraus die Polarität über die Brücke der Liebe heraus verbinden können, ohne zu (mitzu)leiden! Bilde Brücken in Dir! Öffne gerne Deine Augen für die vernachlässigten Teile in Dir und erlaube Dir auch noch einmal die Fragen vom letzten Mal! Was bedeutet es für Dich, Mensch zu sein? Wie fühlt sich dieser Mensch? Und was braucht er/sie?

In tiefer Liebe!
Nam Terath