Unsere Gesellschaft ist darauf gepolt, auf Ziele, Ergebnisse und Bewertungen zu schauen und alles dafür zu tun. Was sind die […]

Unsere Gesellschaft ist darauf gepolt, auf Ziele, Ergebnisse und Bewertungen zu schauen und alles dafür zu tun. Was sind die Ziele im Business, was sind die persönlichen Ziele, was hab ich erreicht, wie ist mein Kontostand, war die Party nun gut oder schlecht, was springt für mich dabei heraus, wenn ich etwas tue, usw.!?! Wir ziehen Bilanz im Vornherein und Nachhinein. Wir betrachten ganz genau, was wir „erzielt“ haben. Wir wollen die Kontrolle darüber haben, was passiert und was nicht. Wie sagte jemand mal so schön? Über Pläne lacht Gott! Läuft die Natur nur nach Plan? Ja, aber nach einem anderen! Sie lebt in einem „Gerüst“ und kümmert sich um die Basis, auf der alles wachsen und gedeihen darf. Wie es schlussendlich aussieht? Wo und wie z. B. die Biene bestäubt? Sat Nam! Wer weiß das schon! 🙂 Was würde passieren, wenn wir uns mehr nach dem „wie“ anstatt nach dem „was“ fragen? Was passiert, wenn wir uns mehr um den Boden kümmern anstatt um die Ernte? Ist nicht der Boden in der Natur und auch in und um uns herum das, worauf etwas wächst? Ist es nicht umso wichtiger, sich um den Boden zu kümmern anstatt sich nur darauf zu besinnen, was „hinten raus kommt“? Oder deutlich gesagt: können z.B. Jobs von denen wir uns nicht vorstellen können, dass sie Freude bereiten (z.B. Müllabfuhr, Reinigungskraft, … nebenbei sehr, sehr ehrenwerte Aufgaben!!!), sehr viel Freude bereiten und einen Sinn stiften, nur weil es nicht darum geht, dass ich es mache sondern wie ich es mache. Wir aber wollen mehr mehr mehr mehr. Mehr Output von allem! Essen, Trinken, Kleidung, Urlaube, Geld, Sicherheit, spirituelle Entwicklung, vermeintliche Freiheit, … . Wir zwängen uns dabei jedoch mehr und mehr ein. Wir limitieren die Ernte in ihrer Fülle und in ihrer Schönheit. Wir betrachten nicht mehr den Augenblick, das „Wie“! Wie engagiere ich mich? Wie sehr bin ich bei der „Sache“? Wie kann ich noch weiter „düngen“? Wie darf ich geben, um zu empfangen? Wie bin ich? Stattdessen stellen wir uns die Frage: was bin ich? Ein kleiner, feiner Unterschied! Warum…? „Was bin ich“ beinhaltet einen Status („Ich habe einen tollen Job“), eine Zugehörigkeit („Ich bin Teil einer „Gesellschaftsgruppe““), … . „Wie bin ich“ beinhaltet unser menschliches Dasein und Bewusstsein, unseren Charakter, unsere Seele. Mit was identifizieren wir uns? Was davon möchten wir wirklich wie stark leben und geben? Wie bin ich als Mensch? WIE können wir es ehrlich und mit Liebe vereinen? Viel Freude beim nachspüren und vertrauen!

Nam Terath Singh

Yogi Bhajan: „Wie viele von Euch putzen sich die Zähne? (lachen) Seid ehrlich! Du putzt Dir nicht die Zähne? … Nun wieviele von Euch öffnen den Wasserhahn und schließen ihn, während sie sich die Zähne putzen, und wieviele öffnen den Wasserhahn und lassen ihn währenddessen laufen? Seid ehrlich! Hebt die Hände… (lachen) Ich weiß, Ihr lügt alle – Ihr lasst das Wasser laufen… Das sind 3 Kilo Holz, wenn Ihr den Wasserhahn laufen lasst. Wenn Ihr duscht oder badet und Ihr macht das Licht an und vergesst es wieder auszumachen… Wenn Ihr eine 200 Watt Lampe über Nacht ohne Grund brennen lasst, ist es schon ein Viertel eines Baumes. Denkt auf diese Weise. Wisst Ihr, was für eine Hölle Ihr hier auf dieser Erde erschafft? Die letzte Reserve auf diesem Planeten, die Lunge des Planeten, ist der brasilianische Regenwald. Früher oder später wird es keinen Regenwald mehr geben. Vergesst Brasilien, Indonesien und Indien. Was ist denn mit Euerm Schwarzwald? Der stirbt auch, auf Grund von Umweltverschmutzung. Wir sind dabei, die Erde aus den Angeln zu heben, sie aus der Balance zu bringen.“

Entnommen aus einem Vortrag von Yogi Bhajan am 04.06.1995 in Hamburg „Wohlstand – Leben ist ein Spiel“.