Am Mittwoch war der sogenannte „Earth Overshoot Day“. Dies ist der Tag im Jahr, an dem wir mehr verbrauchen, als […]

Am Mittwoch war der sogenannte „Earth Overshoot Day“. Dies ist der Tag im Jahr, an dem wir mehr verbrauchen, als es die Erde verkraften kann. Wir haben also so viele Ressourcen aufgebraucht, wie sie auf der Erde in einem Jahr natürlich wieder „nachwachsen“ können (von den nicht nachwachsenden ausgerotteten Tier-/Pflanzenarten und Ressourcen mal abgesehen). Seit Mittwoch leben wir also auf „Pump“. Und diese Blase ist wie die Finanzmarktblase (immer noch da), die Schuldenblase (immer überall da), die Immobilienblase (die in China brodelt), die KriegsblaseNNN und persönliche „Blasen“, immer mehr aufgebläht. Vielleicht platzen sie und alle anderen, vielleicht auch nur wenige oder welche auch immer. Das Wichtige ist doch, sie sind kurz davor. Und vor allem diese des Earth Overshoot Day’s. Es geht um Ehrlichkeit, nicht um Panik. Es geht darum, es anzunehmen, als freudige Herausforderung zu sehen und dann geduldig zu handeln. Meine heutigen Worte sind eine persönliche Ansicht, kein Dogma und keine Religion. Es sind freie Worte meiner Werte, meines Herzens, das sich dabei ehrliche und wichtige Fragen stellt. Fragen, die wir uns alle stellen sollten. Denn wollen wir die Erde den kommenden Generationen so hinterlassen? Wollen wir weiterhin dahinschlafen und unsere Herzen „verschließen“? Und, wollen wir möglicherweise die Verantwortung dafür übernehmen, diesen Zerstörungsprozess bis in die Unumkehrbarkeit zu treiben? Wir können es tun, ja. Dann sollten wir aber auch aufstehen und dafür offen und ehrlich die Verantwortung übernehmen. Ja, ich will drei Mal im Jahr in den Urlaub. Ja, ich brauche jede Saison neue Kleidung. Ja, ich … usw. Und (sorry für diese Direktheit) ich sch… drauf, was nach mir kommt oder was dadurch so im Hier und Jetzt passiert. Wir können aber auch darauf achten, was wir essen, wie wir essen, wohin wir reisen oder auch nicht, was wir Neues brauchen oder reparieren können, was wir selbst machen können, wieviel Kleidung wir wirklich brauchen und und und. Wir können die Verantwortung dafür übernehmen, auf die Bremse zu treten, die Luft förmlich aus den Blasen lassen, ein paar Gänge zurückschalten und endlich „aufwachen“. Nein, nicht in irgendwelche Sphären abschwirren. Sondern genau hier auf dieser Erde ankommen und die Verantwortung dafür übernehmen, dass wir hier sind, um (nach Yogi Bhajan) als Seele eine menschliche Erfahrung zu machen. Und diese Geschenke Leben und Erde honorieren und ehren. Aufwachen im spirituellen Sinne ist für mich genau das! Wir erwachen als einzelner Mensch, als Menschheit, als Gemeinschaft! Ja, dazu braucht es eben auch die „Dunkelheit“. So funktioniert es, Pol und Gegenpol. Tag und Nacht. Süß und sauer. That’s life. Wir dürfen das „Böse“ (tiefe „düstere“ Emotionen, verwirrte Gedanken, Muster und Glaubenssätze) aber in uns mit der Liebe im Herzen anschauen, sprechen jedoch nicht handeln lassen, und umarmen. Uns selbst und andere. Vielleicht finden wir Dankbarkeit in der Vergebung und vergeben dabei wirklich. Die Dankbarkeit dafür, zu sehen, was ich in mir und durch andere heilen darf. Und wir dürfen dies auf den „großen Kontext“ ausweiten. Wir dürfen wirklich beginnen zu heilen! Und wie eine Wunde körperlich weh tut, solange sie heilt, so tun das auch die emotionalen, energetischen, subtilen und globalen. In diesem Moment Freude zu verspüren, ein kleines bisschen, erfüllt diese Heilung und gibt uns Kraft, diesen Weg zu gehen. Nicht aus Widerstand, nicht aus Egoismus, nicht aus Spiritualität, nicht aus Religion, sondern aus reiner Menschlichkeit. Sat Nam.

Nam Terath Singh