Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir nicht das aussprechen, was wir aussprechen möchten. Wir halten uns aus Höflichkeit, […]

Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir nicht das aussprechen, was wir aussprechen möchten. Wir halten uns aus Höflichkeit, „Nichtverletzen-Wollen“, Unsicherheit, … zurück und fragen uns danach, was das jetzt eigentlich sollte?! Dabei geht es nicht nur darum, was in unserem Außen, sondern vor allem darum, was in unserem Innen hierdurch passiert. Was macht es mit uns und was löst es aus? Warum stehen wir nicht für das ein, was uns in unserem Herzen bewegt und was unser Standpunkt zu etwas ist?

Ja, es ist heutzutage mitunter nicht immer leicht, da wir ein Auseinanderdriften beobachten können, dass es entweder diese oder diese Meinung gibt und wenn wir nicht derselben Meinung sind, sind wir auch keine Freunde mehr. Es zeugt nur davon, wie stark unsere Welt (und auch wir immer mehr) in die Polaritäten geht. Und das ist okay für den Moment, es ist wie es ist. Wir dürfen jedoch wieder erkennen, dass der Mut für uns einzustehen und andere einstehen zu lassen, wichtiger ist denn je. Wir dürfen es endlich tun! Die alte Zeit in und um uns herum beendet sich an allen Ecken und Enden! Der Druck nimmt zu und wir spüren es ganz deutlich! So auch hier… Die Zeit ist vorbei, dass wir gegen etwas waren. Die Zeit ist vorbei, dass wir einfach so schlucken, nur weil wir keine Mittel und Wege (oder einfach nur die Geduld) finden, uns auszudrücken. Die Zeit ist vorbei, dass wir oben/unten, gut/schlecht, richtig/falsch, … leben. Die Zeit ist vorbei, dass unser Ego und unser Verstand uns leiten.

Wir dürfen anfangen zu tanzen und die Kunst etablieren, das Mitgefühl zu haben, auch z. B. andere Meinungen zu akzeptieren und wertschätzend offen zu halten. Wir dürfen Gnade für uns selbst und andere aufzubringen, auch wenn uns das in unserem „Glauben“ und unseren „Werten“ missfällt. All dies gelingt uns nur in unserem Herzen. Aus der Energie heraus, die es uns ermöglicht, Menschen und mich selbst in ihrer einzigartigen Schönheit zu „treffen“, ohne dass wir in eine Bewertung hinein gehen. In einem Energiefeld, dass „friedlich aktiv“ ist! Sind wir ehrlich zu uns – wir alle werten mal mehr mal weniger! Und genau hierin liegt die große Chance. Wir dürfen uns anschauen, was dahinter verborgen ist und unsere Augen und Herzen dafür öffnen. Welche Muster oder Glaubenssätze liegen dahinter verborgen. Welcher Schmerz steckt möglicherweise auch dahinter. Jede Sekunde unseres Lebens spricht zu uns und wir können uns entscheiden, wie wir zu „ihr“ sprechen wollen! Wie wollen wir in sie eintreten und wie wollen wir in ihr stehen? Wie wollen wir mit dem Leben, uns und unseren Mitmenschen zusammen sein? Wie sehr sind wir es wirklich?

Vor 28 Jahren durften wir genau diese Kraft des „darüber Hinausgehens“, des Einstehens und der Erweiterung erleben! Die eigenen Bilder hierzu sind im Gedächtnis schon etwas verschwommen. Die Gefühle dafür immer präsent. Wir selbst waren oft zu Besuch im „geteilten Land“. Vor diesen Tagen waren es neben der Freude, Verwandte wiederzusehen und mit Ihnen kindischen Blödsinn zu treiben, auch die Angst, dass das eigene Kuscheltier von Grenzpolizisten aufgeschnitten werden sollte, weil Schmuggelware darin vermutet wurde. Was für eine „Mär“! Dann kamen diese Ereignisse, die ich selbst damals noch gar nicht richtig greifen konnte, die einem nach und nach aber in ihrer Großartigkeit immer bewusster wurden und immer noch werden. Denn gerade in der heutigen Zeit ist es so wichtig, uns daran zu erinnern, was damals passiert ist. Eine kleine Bewegung über „menschliche Grenzen und Unterschiedlichkeiten“, Glaubenssätze, Werte, Vorstellungen, … hinweg, die für etwas war, wurde größer, blieb friedlich und bewegte Politik und Gesellschaft dazu, ein Experiment zu wagen, was einmalig in der menschlichen Geschichte ist! Der Wunsch nach Einheit, Freiheit und Frieden war so groß, dass es nur diesen Weg geben konnte! Wir alle auf diesem Planeten sollten uns jeden Tag daran erinnern, dass nur dieser friedliche Weg in und um uns der Weg ist, der uns zu einem Miteinander und Füreinander führt! Wir sollten uns alle daran erinnern, dass wir eine Menschheit sind, alle gleich und alle wunderschön! Es ist der Weg des Herzens, der Liebe, der Dinge vollbringen kann, die niemand für möglich hält! Aber es ist möglich! Wunder sind möglich! Wie sagte Albert Einstein so schön: „Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines.“ Wir sind ein Wunder, das Universum ist ein Wunder, das Leben ist ein Wunder, die Liebe ist ein Wunder! Lasst uns diese Wunder ehren und in tiefer Dankbarkeit erkennen, dass wir Teil davon sind und uns dafür einsetzen, sie blühen zu lassen! In Frieden und Liebe!

Aus tiefem Herzen,
Nam Terath Singh