Die ersten Monate des Jahres waren ereignisreich und haben einen Schwung in unsere Leben gebracht, der uns des Öfteren in […]

Die ersten Monate des Jahres waren ereignisreich und haben einen Schwung in unsere Leben gebracht, der uns des Öfteren in alle möglichen Richtungen getrieben hat. Möglicherweise war es für Dich mitunter auch eine anstrengende Zeit. Es ist nicht immer einfach, dabei die Ruhe zu bewahren. Wir sind schnell dabei, ins Tun zu gleiten und weiter weiter weiter zu machen und zu rennen.

Auch ich kenne das aus persönlicher Erfahrung. Immer wieder erwische ich mich dabei, wie in mir ein gehetztes, stressiges Empfinden aufkommt, das mich treiben und fast schon vor sich herjagen will. Ja, trotz aller Jahre Yoga, Meditation, Selbstentdeckung gibt es auch für mich und uns „YogalehrerInnen“ immer wieder diese Momente… 🙂 Mein Verstand ist dann schon Lichtjahre entfernt vom gegenwärtigen Moment und verstrickt sich dann darin, was es noch zu tun oder zu lassen gibt. Wie es Dir vielleicht auch gehen mag – das ist sehr anstrengend und energieraubend!

Wir Menschen haben in den ersten Monaten Intentionen gesetzt, neue Bekanntschaften geschlossen, Projekte angestoßen, Veränderungen erlebt, die oftmals schneller waren, als wir überhaupt schauen konnten. Der Monat April fordert uns nun mitunter dazu auf, die Ruhe zu bewahren und trotz allem aufmerksam zu sein, wann wir wo und wie handeln können. Er eröffnet uns die Möglichkeit, zu sitzen und mit Geduld zu warten, was sich nun entfalten darf. Die Samen sind gelegt, es gibt erst einmal nichts zu tun oder zu erreichen – einfach nur im Herzen bleiben und dem Schauspiel zuschauen, das sich nun vor unseren Augen eröffnet. Wir dürfen nun einfach mal abwarten, den Frühling kommen lassen und sehen, wie sich die gelegten Samen entfalten.

Die Natur ist für uns immer wieder ein prägendes Beispiel. Im Frühling gibt es für die Pflanzen und Tiere nicht viel zu tun. Sie öffnen sich der Sonne entgegen, lassen das neue Leben in sich fließen und wachsen alleine dadurch. Die Blumen erwachen, die Tiere strecken und recken ihre Köpfe – neues Leben erwacht! Was ist, wenn wir uns dem anschließen? Wenn wir uns auf unseren Platz setzen und nun wachsen, transformieren, heilen lassen, was geschehen darf? Es erfordert Vertrauen, ja. Und es erfordert eine tiefe Atmung, wenn vieles um uns herum doch weiter rennt und rennt und rennt. Doch müssen wir immer mit rennen? Verlangt das Leben von uns Geschwindigkeit, Eile, Gedankenstürme?

Noch immer darf uns das Mantra begleiten: Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich! Es gibt nun nur eins zu tun – zu SEIN! Verweile in Deinem Herzen, erfahre Deine Liebe und Freude am puren Leben, wie es sich entfaltet, ohne dass wir Pläne, Ziele, Möglichkeiten erschaffen und kreieren müssen! Lass uns in Neugierde die kommenden Tage begehen und direkt erfahren, was für ein großes Geschenk wir jeden Tag erhalten und was sich jeden Tag fügt, wie es sich fügen darf – in tiefer Dankbarkeit empfangend was sich weitet!

Alles Liebe für Deinen Monat!

Nam Terath Singh