Wenn ich Dir hier gerade schreibe, sitze ich in einem Zimmer, in dem ich viele Jahre meines Lebens verbracht habe. […]

Wenn ich Dir hier gerade schreibe, sitze ich in einem Zimmer, in dem ich viele Jahre meines Lebens verbracht habe. Ich sitze in meinem ersten Kinderzimmer, in dem ich spüre, wie noch immer die Energie von vergangenen Zeiten ist. Die letzten Wochen habe ich genau hier (schon lustig) viel Zeit damit verbracht, das Musik-Album dorthin zu bringen, wo es in meinem Herzen spielt. Um den Klang meines Herzens zu hören und ihn hörbar zu machen. Und wie das so ist, wenn wir diesen Klang wirklich hören wollen, ist es wie eine Suche nachts in einem dunklen Wald, in dem wir nur eine leise Musik hören, der wir folgen. Dieser Wald ist nachts nicht immer gemütlich, oftmals erschreckend und auch beängstigend und strahlt dabei doch so viel Ruhe, Vertrauen, Freude und Liebe aus. Und so war und ist dieses Album in Kombination mit diesem Raum hier genau das und dabei eine große Heilung für mich. Ich möchte gerne mit Dir teilen, was passiert und vielleicht kann es Dich darin unterstützen, ehrlich, offen und ja auch radikal, in Dich hinein zu sehen.

In der Zeit, in der ich hier das Album kreiere, an ihm bastle, werkle, Neues lerne, Altes verwerfe, vor Freude im Kreis springe und betrübt bin, weine und lache, kann ich eines ganz deutlich spüren. Meinen Bauch und mein Solarplexus. Ja natürlich… der Solarplexus ist die Verbindung zu unserem inneren Kind, die Sonne, das Lachen, die Emotionen und die Unschuld. Und all dies hat sich die letzten Tage sehr verstärkt. Dabei wurden mir immer wieder aufs Neue, Glaubenssätze und wirklich tiefe Emotionen präsentiert. So auch heute im Yoga als ich Tränen weinte. Tränen, die von sehr tief kamen und auch jetzt immer wieder fließen. Und dabei ging es eigentlich gar nicht auf den ersten Blick um mich, sondern dass ich mir oftmals viele Sorgen um mir nahestehende Menschen mache. Wenn etwas passiert, es ihnen nicht gut geht, ich vermeintlich sehe, dass sie „etwas anders machen könnten“ und doch einfach nur hoffe, dass sie das für sich tun. Das tut meinem inneren Kind weh, weil es doch will, dass es den anderen gut geht, früher (und in der Emotion heute) z. B. Eltern, Geschwister, Großeltern, in der Partnerschaft, … . Und ich darf aber spüren, wie dieser Teil leichter und leichter wird, da mich die Energie und die Liebe des „kleinen Tobis“ und der Menschen dieses Ortes füllen, wenn ich mich für sie und mich öffne. Denn je mehr wir es für uns tun, umso weiter darf es die auch nach außen. Wenn ich erlaube, dass es so ist wie es ist und jeder ein eigenes Leben lebt, die eigene Verantwortung trägt, Wahlen getroffen hat und sich in diesem Raum auch wohl und behütet fühlt, das so vollkommen in Ordnung ist und dies alles für mich genauso auch zählt. Es ist okay! Jeder darf so oder so wählen, leben, lieben und ist dabei so einzigartig perfekt und wunderschön! Auch wenn wir es anders vielleicht für „perfekt“ halten würden.

Ja aber, „es muss doch perfekt sein“, ist einer der Glaubenssätze der sich damit gerne verbindet, ich muss perfekt sein. Und zwar aus „MEINER“ Perspektive! Wenn z. B. andere einen Song für perfekt halten, „pfff, was geht’s mich an“. Danke, aber ich finde nicht. Und es geht dabei nicht wirklich, um die perfekte Stimme, Abmischung, … wie es Profis machen oder ganz allgemein Perfektion, so wie wir sie verstehen. Denn in jedem Glaubenssatz ist wie in allem die Polarität vereinigt und wir entscheiden, wie weit wir den Regler in welche Richtung schieben und ihn gerne balancieren dürfen! Ich erkenne dies in meinem Beispiel klarer und klarer und auch, dass jeder Glaubenssatz („negativ oder positiv“) beide Seiten beinhaltet und ausgeglichen werden darf. Perfektion ist nicht schlecht aber auch nicht gut. Es ist ein Antrieb, wenn wir es zu nutzen wissen… Es darf mir einfach gefallen, so wie Gott alles auf/an dieser Welt. Ich will tanzen, rocken, singen, lachen, weinen und einfach nur wissen, ja Mann, das kommt von Herzen! Mega Ding! 🙂 Und dabei erkenne ich selbst die Imperfektion und liebe sie, weil das was spürbar ist, Liebe ist, so wie ich sich in allem, nicht gut genug sein, Ängste, Freude, …  verbirgt und wir aus dieser Perspektive, aus uns hinein spüren und in den Wald laufen dürfen, um zu heilen.

So sitze ich also hier und habe vor zwei Tagen das Alte über den Haufen geworfen und fast von vorne begonnen, weil ich so viel gelernt habe, dass ich etwas anwenden kann, wo ich jetzt schon in mir spüre – „Aiiiiiiih, das ist spannend! Noch ein wenig „Arbeit“ vor dir, aber das wird eine Freude, denn jetzt fließt es langsam ins Herz.“ Und so auch meine Liebe und die Energie, die alles durchströmt und was ich in mir spüre. Danke! Danke! Danke! Es ist einfach nur eine große Lehre, eine wahrhaftig erhebende Zeit (für mich, Dich und den Planeten) und eine Freude, hier auf dieser Welt zu sein, um zu spüren, wie wir als Mensch Liebe entdecken dürfen!

Und so möchte ich Dich gerade in dieser kommen Advents- und Weihnachtszeit einladen, das „Gute und Schlechte“ in Dir zusammenzubringen und zu erkennen, wie es Dich in deinem Leben unterstützen kann, ohne dass es Dich limitiert oder den Weg in eine Sackgasse führt. Du bist immerzu auf dem Weg des Lebens, Deines Lebens! Entscheide Dich dafür! Das neue Jahr wird Dich dabei mit viel Liebe und Kraft unterstützen – 2020 – 4, die Zahl des Herzens! Es ist die Zeit – JETZT!

Aus tiefstem Herzen!
Nam Terath