Ich bin fasziniert. Mich fasziniert die derzeitige Suche nach neuer/alter Freiheit doch enorm. Da sehe ich Bilder von sogenannten „Impfzentren“, […]

Ich bin fasziniert. Mich fasziniert die derzeitige Suche nach neuer/alter Freiheit doch enorm. Da sehe ich Bilder von sogenannten „Impfzentren“, vor denen die Menschen nur danach „geiern“, geimpft zu werden, um dem „alten“ Leben wieder nachgehen zu können. War da nebenbei nicht mal was mit Ansammlungen ohne Mindestabstand? 😉 Die Telefonleitungen der Ärzte sind überlastet und so viele Menschen können es kaum abwarten, die Spritze gesetzt zu bekommen. Und wieso? Um zur „Freiheit“ zurückzukehren. Doch was ist das für eine Freiheit? Freiheit, wieder shoppen gehen zu können. Freiheit, wieder „unbeschwert“ ins Café sitzen und einen Cappuccino schlürfen zu können. Freiheit, wieder Freunde treffen zu dürfen (wie paradox, dass so etwas verboten werden kann und akzeptiert wird). Freiheit, wieder das Geld für Urlaub aus dem Fenster jagen zu dürfen, um dem zu entfliehen, was in uns passiert. Sehnsucht nach Freiheit, dass viele sogar ihre Kinder mit etwas impfen lassen wollen, was sie möglicherweise nicht mal in den Tank des eigenen Autos geben würden, nur um wieder dem „normalen“ Leben nachgehen zu können. Und währenddessen verliert der Sinn der viel gespriesenen „Solidarität“ ihren Geschmack, während (Hochrisiko-) Menschen in ärmeren Ländern keine Impfungen bekommen können, da wir in unseren hochnäsigen westlichen Ländern darüber diskutieren, Kinder und Jugendliche zu impfen. 



Wie erklären wir uns diese unbeschreibliche Sehnsucht nach dieser Freiheit, die wir im Außen vermuten und die Rationalität verloren gehen lässt? Ist es wirklich das, wonach es scheint oder ist es nur ein Schein? Psychologen und Physiotherapeuten haben Hochkonjunktur. Menschen rasseln in den Burnout, Kinder- und JugendbegleiterInnen können gar nicht mehr allen Kindern und Jugendlichen helfen, weil es zu viele sind, die die letzten Monate einfach zu viel hatten. Menschen spüren ihre körperlichen und geistigen Auswirkungen des „Freiheitsentzugs“. Basta, genug, es reicht… platt…



Uns wurde beigebracht, dass Freiheit im Außen ist und wir hierdurch Freiheit finden werden – frei sind! Das System, die Gesellschaft, die Kunst, … . Ja, das ist ein Aspekt. Ein wichtiger, um uns als Menschen entfalten zu können. Dabei vergessen wir jedoch, dass wir eingesperrt sein und trotzdem unsere Freiheit behalten können. Nelson Mandela ist dafür das beste Beispiel. 27 Jahre Haft, Unterdrückung, Freiheitsentzug.



„Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber. Der mutige Mann ist keiner, der keine Angst hat, sondern der, der die Furcht besiegt.“ – Nelson Mandela



Besiegen wir nun durch die derzeitige „Sehnsucht nach Freiheit“ unsere Furcht oder unterdrücken wir sie nicht einfach nur? Ist es nicht einfach ein stures Wegrennen vor dem, was wirklich gesehen werden möchte? Schaffen wir nur dadurch wieder einen Raum der Kreativität, Offenheit, und Gemeinschaft oder sind wir einfach nur zu faul, um neue Optionen anzusehen und zu verwirklichen?



Freiheit im Außen ist nur der Spiegel unserer inneren Freiheit. Und diese Freiheit erlangen wir nicht dadurch, dass wir verzweifelt daran festhalten, etwas wieder-zu-gewinnen, sondern dadurch, dass wir in uns diese alten Ketten sprengen und siegreich aus diesem „Kampf“ hervor gehen! Wir können im Außen angekettet sein, aber lächelnd in unserer inneren Freiheit ruhen und uns in jedem Moment bewusst darüber sein, dass wir die Führerschaft über unser eigenes Leben haben. Wir dürfen lernen, dass nichts und niemand uns einengen, einsperren oder gar foltern kann. Nichts und niemand außer uns selbst hat diese Kraft und Fähigkeit hierzu. Es sind wir, der Spirit, das Ich, die Seele, die diese Verantwortung trägt und in jedem Moment entscheiden kann, wie wir dieses Leben leben wollen. Lassen wir uns steuern, kontrollieren und in Vorgaben einsperren, denen wir blind nachrennen? Oder lassen wir uns davon nicht beeinflußen und erkennen, dass wir neue Wege beschreiten können, da unser inneres Leben mit Liebe und Mitgefühl nur so gefüllt ist? Und sich hierdurch das äußere Leben wieder in Freiheit gestalten wird!



Es ist so einfach und so schwer zugleich! Es bedarf nur unserer Offenheit, in uns aufzuräumen! Es bedarf unserer Entscheidung, uns selbst nicht mehr zu verneinen und nur das sehen zu wollen, was wir auch aus unserer Persönlichkeit heraus sehen wollen! Wir dürfen uns als das erkennen, was wir wirklich sind. Ein göttliches Wesen aus Liebe – unzerstörbar, immerwährend in Fülle und Freiheit lebend! Wir sind in jedem Moment fähig, frei zu sein, da wir nie unfrei waren! Gott hat uns als freie Wesen mit einem freien Willen auf diese Erde gesendet, um zu verwirklichen, was uns niemand vorenthalten kann! Innerer Freiheit – innerer Frieden! Bist Du bereit, diesen Schritt in Aktion zu bringen? Kannst Du deine alten Glaubenssätze und Muster transformieren? Nicht einfach nur „spirituell zu labern“, sondern aktiv Entscheidungen zu treffen, die Dich erkennen lassen, welch unendliche Freiheit Du bist und in Dir trägst? Willst Du sie leben?



Wir werden aufgefordert, nicht mehr zu lesen, zu sprechen, zu diskutieren, zu philosophieren, zu studieren! Wir werden aufgefordert, zu leben, zu sein, zu handeln und die neue Welt gemeinsam zu kreieren! Aus unserem Mitgefühl, Vertrauen und der Liebe heraus – raus aus der Furcht, der Flucht und der Verneinung! Sag ja, ja zu Dir, ja zum Leben, ja zur Freiheit, ja zu Möglichkeiten, ja zu Dir!



In aller Liebe,
Nam Terath