Die letzten Tage hat mich persönlich im Leben und besonders nach dem Seminar „Standing the Time“ am letzten Samstag immer […]

Die letzten Tage hat mich persönlich im Leben und besonders nach dem Seminar „Standing the Time“ am letzten Samstag immer wieder die Frage der Akzeptanz beschäftigt. Im Seminar haben wir uns damit auseinandergesetzt, was uns in der heutigen Zeit besonders bewegt und zum Nachdenken bringt. Wir haben uns gefragt, was es mit uns macht, wie es sich auf uns auswirkt und wie es sich in uns zeigt. Wir sind weiter eingetaucht, um herauszufinden, wie wir es wandeln, verändern und transformieren können.



Wir sind in den letzten Monaten mit vielem konfrontiert, was uns antriggern, herausfordern und möglicherweise auch überfordern kann. Wir werden vor Tatsachen gestellt, in Entscheidungen gebracht und mit Ereignissen konfrontiert, die uns leicht in einen Raum bringen können, in dem wir „von nichts mehr etwas wissen wollen“. Sei es die aktuelle Situation mit Corona, Impfungen, Auseinandersetzungen im Nahen Osten und vielen anderen Teilen dieser Welt, Kindesmissbrauch, Korruption in der Politik, Umweltverschmutzung, etc.. Ein Teil unseres Verstands kann alles als ganz schlimm, böse oder verfahren ansehen. Wir sehen möglicherweise keine (Aus-)Wege und keine Richtung. Sei es für uns selbst oder für die Menschheit.



Es mag vielleicht überspitzt klingen und fast schon Angst machen. Aber ist dem so? Ist es nicht einfach ein Kampf, den unser Verstand selbst in sich kämpft, weil vieles seinen Horizont übersteigt? Es gibt einen Horizont, der dies überblicken kann und einen tieferen Sinn für das geben kann, was gerade passiert. Erinnere Dich gerne an die Entstehung eines Diamanten. Ein Diamant entsteht durch Druck und wird durch diesen Druck hervor gebracht. Wie oft im Leben haben wir schon Druck erlebt und sind danach in neuem Gewand „heraus geflutscht“, um zu erkennen, dass die Vorstellung des Verstands nicht der einzige Weg war!? Und so sind wir mehr und mehr diesem „Druck des Diamanten“ ausgesetzt. Es wird schneller, heftiger, akuter, verzwickter, entscheidender.



Hierin liegt unsere große Chance. Wir haben in jedem Moment die Möglichkeit zu entscheiden. Es ist unser freier Wille, wo wir unsere Energie und Aufmerksamkeit hinlenken. Es ist unsere freie Entscheidung, ob wir „mit kämpfen“ oder „mit heilen“ wollen. Wenn wir dann für einen Moment aus unseren Gedanken, Glaubenssätzen und Ängsten heraus kommen und in unser Herz hören, entdecken wir, dass ein großer Schritt dorthin „Akzeptanz“ ist. Akzeptanz bedeutet nicht, dass wir dumpf werden und abstumpfen. Akzeptanz bedeutet auch nicht, dass wir uns dem in einer Art und Weise „hingeben“, um einfach in einen Tiefschlaf zu fallen. Akzeptanz bedeutet auch nicht, dass es nur nichts zu tun gibt. Aber was bedeutet es wirklich?



Akzeptanz ist die Erkenntnis aus unserem Bewusstsein heraus, dass wir im ersten Schritt sehen, spüren, ausleben, erleben, erfahren dürfen, was in uns passiert. Wir dürfen unsere Wut ausleben, unsere Traurigkeit hinaus weinen, unsere Freude tanzen dürfen. All das was in uns passiert bedarf unserer vollsten Hingabe. Dies führt uns im nächsten Schritt zur Akzeptanz dessen, was in uns passiert. Es ist okay so wie es ist. Wir sind okay so wie wir sind. Sobald wir uns dies erlauben, lösen wir die Knoten in uns, die uns davon abhalten wollen, auch das Außen zu akzeptieren. Wir können das was im Außen passiert, annehmen, akzeptieren! Auch das ist okay so wie es ist. Es gibt nichts, wogegen es anzukämpfen gilt, sondern nur etwas, wofür es sich lohnt einzustehen. Dabei entsteht des Weiteren eine Freude, da wir in uns erkennen, dass es viele Wege nach Rom gibt – viele Wege in die innere und äußere Freiheit!



Aus dieser Freiheit können wir wieder kreieren. Wir sehen die Wege, die uns einen Überblick darüber verschaffen, was das Leben uns dadurch als Chance anbietet. Wir sehen, was es zu heilen, zu verändern, neu zu erschaffen gibt. Befinden wir uns in dieser Akzeptanz, öffnet sich uns die Tür für wahrhaftige Entscheidungen, die aus unserem Herzen kommen. Wir beginnen zurück in den Fluß zu kommen, zu tanzen, wie es das Wort so schön sagt – akzept-TANZ! Wir beginnen mit den Umständen zu tanzen. Wir bewegen uns mit ihnen. Wir erfahren eine neue Lebendigkeit, die uns aus dem „Trott“ herausbringt und aufzeigt, was alles möglich ist.



Wo und was darfst Du in Dir und im Außen akzeptieren? Was darf sich für Dich bewegen? Womit möchtest Du beginnen zu tanzen? Welche Entscheidungen darfst Du für Dich als Seele treffen? Was wird Dich weiter bringen auf Deinem eigenen ganz individuellen Weg des Lebens?



In aller Liebe,
Nam Terath