Wir werden mit Nachrichten aus aller Welt überhäuft, die uns immer wieder mit offenem Mund, Mitgefühl und oft auch Traurigkeit […]

Wir werden mit Nachrichten aus aller Welt überhäuft, die uns immer wieder mit offenem Mund, Mitgefühl und oft auch Traurigkeit da stehen lassen. Täglich, manchmal stündlich, immer öfters minütlich erreichen uns Schreckensmeldungen von fern und (sehr) nah. Ja, manchmal würden wir am liebsten die Augen verschließen und nicht mehr hinsehen. Wir fragen uns, was das alles soll… Warum das passiert… Was für einen Sinn das bloß haben soll… Und vor allem, wo das noch alles hinführen soll? Es ist im ersten Augenblick schwer zu erfassen und auch immer wieder schwer zu ertragen. Es gibt Momente, in denen wir einfach wegschauen und es nicht wahrhaben wollen. Es ruft Ängste in uns hervor, die wir gerne sofort wieder in die Schublade stecken. Wir stehen vor einer weltweiten Überforderung. Eine Überforderung jedoch, die uns wachrütteln kann! Die Erde „bebt“, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Kriege, Zerstörung, Menschen- und Tierverachtung, Umweltverachtung, Egoismus, … sind an der Tagesordnung. Es ist fast schon zur Normalität geworden. Dabei ist es gerade JETZT wichtig, die Augen noch mehr zu öffnen und aus der Passivität ins Handeln zu kommen! „Geht nicht, gibt’s nicht“! Es ist Zeit, die Augen zuerst für uns selbst zu öffnen. Genau hinzuschauen, was mich provoziert, wütend, traurig, ja leidvoll macht. Das ist nicht immer schön und leicht. Doch nur indem wir in uns selbst, unserer Familie, unseren Freundschaften und Beziehungen Frieden schließen, kann Frieden in der Welt entstehen. Dann dürfen wir ehrlich und mit offenen Augen und Ohren in die Welt hineinschauen und –hören. Die Ereignisse in der Welt sind immer nur ein Spiegelbild der inneren Konflikte, „Geschichten“ und Zerwürfnisse in uns, der Gesellschaft und der Menschheit. Es ist ein Weckruf, aktiv zu werden, Dinge zu ändern, Verhaltensweisen zu überdenken und anzupassen und einen friedlichen, streitvollen, mitfühlenden, Standpunkt vertretenden, offenen, ehrlichen und authentischen Weg einzuschlagen, der uns in eine neue Epoche bringen wird. In uns und der gesamten Menschheit. Hierzu bedarf es Geduld, Mitgefühl und Verständnis für unsere Mitmenschen und für uns selbst. Es benötigt ein großes Herz und eine enge Verbundenheit untereinander, die uns von Geburt an in die Wiege gelegt worden sind. Lasst uns uns gemeinsam daran erinnern, für welche Werte wir einstehen, was im Leben wirklich wichtig ist und weswegen wir hier sind! Für Erfahrungen, Ruhe, Kreativität, bewusstes Leben, Liebe und Frieden!

Diesen Newsletter möchten wir dem Frieden widmen und beginnen! Sat Nam!

Eine kleine Geschichte…

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstler ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.

Die Künstler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Aber von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König nur zwei. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.

Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. In dem See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.

Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Über den Bergen jagten sich am grauen Himmel wütende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und fast auch den Donner krachen hören. An dem einen Berg stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe. Keiner, der das Bild sah, kam auf die Idee, dass es hier um den Frieden ging.

Aber der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß der Muttervogel auf seinem Nest – in perfektem Frieden.

Welches Bild gewann den Preis? Der König wählte das zweite Bild und begründete das so: „Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben.“ – Verfasser unbekannt